marți, 15 noiembrie 2011
luni, 24 octombrie 2011
sâmbătă, 6 august 2011
Ploaia
duminică, 19 iunie 2011
Die Kirschen
Wenn ich Kirschen esse muss ich oft dran denken, dass sie uns ziemlich ähnlich sind. Oder zumindest sollten wir den Kirschen ähnlich sein. Wenn dass so wäre, dann wären wir nicht mehr so alleine, dann hätten wir immer jemanden an unserer Seite, jemand der durch dick und dünn mit dir zusammen geht, jemand der dich fest an die Hand nimmt wenn du stolperst, jemand der mit dir leidet, wenn ein anderer tief in dein Herz „reinbeißt“. Ja....dann wären wir nicht mehr alleine. Kirschen leben fast immer zu zweit. Knackig, frisch und jung. So wie auch die Liebe sein müsste.....Natürlich gibt es auch Ausnahmen. Hie und da findet man auch eine Kirsche, die alleine durch die Welt geht und nach dem sucht was sie verloren hat, oder wird von einer anderen Kirsche gesucht. Manchmal treffen sich diese einzelnen Kirschen und beginnen dann ein Leben zu zweit. Aber oft landen sie irgendwo ganz alleine, zwischen Fremden, zwischen unbekannten Wesen. Dann gibt es die sogenannten Familienkirschen. Aber das sieht man eher selten, dass drei oder vier Kirschen bzw. Menschen gemeinsam an einem einzigen Strang ziehen. Was bist du denn für eine Kirsche? Was bin ich für eine Kirsche? Oft glaub ich es zu wissen, oft glaub ich es zu fühlen, dass ich zu denjenigen Kirschen gehöre die mit einer anderen ihr Leben teilen dürfen, sich gegenseitig Geheimnisse anvertrauen, sich dicht aneinander schmiegen, zusammen in der schönen Junizeit blühen, reif werden, sich gemeinsam entwickeln, sich natürlich auch manchmal streiten um sich nachher wieder zu versöhnen und sich dann küssend in die Arme fallen und glücklich sind, dass sie sich gegenseitig haben. Ja....manchmal denk ich, ich gehöre auch zu dieser Kirschsorte. Aber es passiert mir ziemlich oft, dass ich am Morgen aufwache und ich dann alleine bin. Am Mittag bin ich immer noch alleine und lass mich vom Winde durch die Gassen wehen in der Hoffnung ich könnte das finden was ich verloren habe oder was mir einfach weggenommen wurde. Am Abend, wenn ich zu Bett gehe, bin ich immer noch alleine...Hab ich mir das ganze nur vorgestellt? Bin ich eine einsame Kirsche? Bevor ich mir diese Frage beantworten konnte, war die Obstschale schon leer und wie im Theater fiel der Vorhang....Ich bin aus meinem Traum aufgewacht. Als ich mich weiter meiner Lektüre widmete bemerkte ich, dass ich Tränen in den Augen hatte......Meine Frage hatte nun eine Antwort....
marți, 3 mai 2011
Das Musikorchester
Alles wiederholt sich: Momente, Träume, Gefühle, Erfahrungen. Vielleicht sind sie nicht identisch mit damals, aber alles kehrt wieder zurück. Was zu dir gehört, kann letztendlich keiner weg nehmen. Man wird es einfach nicht los, auch wenn man damit nichts mehr zu tun haben will. Manchmal habe ich den Eindruck, dass ich mich im Kreis bewege. Aber sehr langsam, in ganz großen Abständen und mit langen Pausen, die nicht Minuten oder Stunden, sondern Monate, ja sogar Jahre dauern. Ich bleibe stehen und kann nicht weiter. Das heißt es ist nun Zeit mal wieder an Erfahrung zu sammeln, Menschen zu treffen, Gedanken laut aussprechen und Emotionen loswerden. Mit der Zeit merke ich gar nicht mehr, dass ich stehen geblieben bin, denn alles ist noch neu, alles ist unerforscht und ich denke, ja, so ist das Leben, so muss es geschehen. Und dann kommt der Tag, wo du weiter musst. Nicht dass du es unbedingt willst, aber etwas schiebt dich nach vorn, manchmal zieht es dich aber auch nach hinten. Und die ganze Geschichte geht von neuem los: Gedanken, Gefühle, Menschen, einfach dein Leben. Tag für Tag, Jahr für Jahr. Und du denkst du sammelst eine andere Erfahrung, du wirst reich an Erinnerungen. Ja das denkst du. Und irgendwann mal bist du den ganzen Kreis gelaufen und triffst wieder auf die Menschen, die du irgendwann mal getroffen hast, du schreist wieder laut auf, wie damals, als du verzweifelt in der unbekannten Stadt gelandet bist, du lachst wieder von ganzem Herzen, du siehst alte Menschen sterben aber auch neues, frisches Leben auf die Welt kommen. Und du...du siehst das ganze, du bist dabei....
Manchmal habe ich den Eindruck, dass mein Leben ein Musikorchester ist, welches aber täglich ein neues Lied spielt oder komponiert. Mal ist es eine sanfte Symphonie, mal sind es nur laute Trommeln, mal ist es nur eine traurige Violine und ein anderes mal ist es ein richtiges Konzert. Doch auch das hat mal ein Ende. Jedes Stück wiederholt sich irgendwann mal, auch wenn ich mich nicht mehr daran erinnern kann. Ob ich es merke oder nicht, eine traurige Violine spielt immer im Hintergrund wenn ich stehengeblieben bin und nicht mehr weiter kann, eine Gitarre wenn ich an Menschen denke, dich ich liebe, eine Trommel wenn ich wütend bin, und das Klavier.....das Klavier ist irgendwie immer dabei. Ja, mein Leben und vielleicht auch deins, ist wie ein Musikorchester, das manchmal verstummt. Und dann ist Stille und ich kann nichts hören, außer der Tiefe und der Dunkelheit, die mich umgeben. Und ja, Tiefe und Dunkelheit kann man hören, denn auch das Nichts macht ein Geräusch, auch das Unbewusste und die Einsamkeit sprechen dich an, langsam und ganz leise, damit du jedes einzelne Wort verstehen kannst, damit du einsehen kannst dass du festgehalten bist und hilflos....Du drehst dich im Kreis, du kannst nicht raus, du kannst nicht raus. Hilfe! Lasst mich los! Du fängst an zu laufen, du siehst dein eigenes Bild, du siehst die Jahren die vergangen sind, du siehst die Menschen, die dich einmal geliebt oder gehasst haben...du kehrst wieder zurück. Lasst mich los! Ich will nicht mehr! Dann fängst du an zu laufen. Siehst du nicht? Du bist in einem Labyrinth, du kannst nicht raus, wir halten dich fest. Ich bleib stehen. Ich weiß nicht wo ich bin. Rings um mich herum Tiefe und Dunkelheit, ein plötzliches Summen, ein Geräusch, Licht, Licht, ich höre das Klavier spielen, immer lauter, immer näher.....Ich beginne zu laufen...(foto)
