Friday, 28 March 2014

Sehnsucht






Manchmal sitzt du da und denkst "ich will nicht nach Hause gehen". Du versuchst dich unter der Menschenmasse zu verlieren, unsichtbar zu machen, dich mit den anderen Gestalten zu vermischen, in deren Schatten laufen, dich hinter deren Körper verstecken. Das alles damit du bloß nicht alleine bleibst, mit deinem eigenen Schatten, umringt von deinem eigenen Körper, gefesselt von deinen eigenen Gedanken. Deine Welt verstehst du sowieso nicht mehr und die Angst dich da drin zu verlieren und nie wieder rauszukommen ist größer als du je gedacht hast. Du hast Angst in dieser traurigen Welt herum zu irren. Alleine zu sein. Nur du und diese Welt. Deswegen verzögerst du solange es geht den Moment wo du Abschied von den anderen nehmen musst und doch nach Hause fahren musst. Du fährst ganz langsam Fahrrad, damit die Zeit länger wird. Damit du nicht den Schlüsse zur Haustür rausholen musst. Damit du erleichtert noch aufatmen kannst, denn bis du zu Hause bist, kannst du vielleicht noch jemanden treffen. Ist egal wen, Hauptsache du kannst dich dann im Gespräch mit dieser Person verlieren oder einfach nur zuhören und auf andere Gedanken kommen. Doch dann kommt dieser Moment, wo du nach Hause gehen musst. Du steigst schon die Treppe hoch als hättest du Blei in deinen Beinen. Mit zitternder Hand öffnest du die Tür. Und danach geht sie zu....die Tür....hinter dir. Du bist nun drin. Stille. Leere. Dunkelheit. Vermissen. Weinen. Tränen. Wut. Ärger. Verzweiflung. Musik. Durcheinander. Nicht verstehen. Sich selbst nicht verstehen. Schmerz. Trauer. Du setzt dich auf dein Bett. Um dich herum die 4 Wände....und tief in dir drin diese schmerzhafte Sehnsucht...

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