Tuesday, 23 September 2014

Halbkoma





Mittlerweile weißt du wenn es soweit ist, beziehungswiese wann es bald passieren wird. Wie die Vorzeichen einer Migräne, nur, dass in diesem Fall, der Kopf gar nicht weh tut....Wäre vielleicht nicht schlecht wenn er weh tun würde....Dann würdest du  vielleicht auch damit aufhören. Nein, dein Puls schlägt schneller, du kannst dein Herz fast pochend hören, eine Unruhe klammert sich fest an deinem Körper und klettert langsam Richtung Herz. Dein Gehirn ist wie gelähmt. Es bereitet sich nur noch auf die eine Sache vor und kann es nicht verhindern, obwohl es ganz genau weiß wie weh es danach tun wird, wie viel es darüber nachdenken werden muss, Minuten danach, Stunden, manchmal auch die ganze Nacht. Ah dummes Kind, würde es am liebsten schreien. Doch das tut es nicht. Das Gehrin bleibt still, das Herz scheint dir fast aus dem Brustkorb rauszuspringen, deine Atmung wird ebenfalls schneller. Und dann passiert es. Als würdest du Schlafwandeln.  Als befändest du dich  in einem Halbkoma. Wo du alles mitbekommst und doch nichts dagegen tun kannst. Dann gehts los. Du stehst da. Stück für Stück, Teil für Teil, nimmst du alles auf. Und obwohl du genau weißt, dass du es eigentlich loswerden musst, raus schmeißen, raus spucken, verscheuchen, abschließen, abschicken musst.....Machst du es doch nicht. Du wirst ganz schwer und möchtest dich dort gleich fallen lassen. Es ist vorbei. Du wachst wieder auf und siehst was du alles angetan hast. Du ekelst dich, du bist entsetzt, du schämst dich, du lässt dich einfach fallen, auf dem kalten Küchenboden, lehnst dich an der kalten Wand, machst die Augen zu damit nicht wieder Tränen dein Gesicht abdecken und fragst dich, was du dich eigentlich jedes Mal fragst, wann hört es endlich auf, dieses Gefühl, dieses dich innerlich auffressende Gefühl der Selbstzerstörung...Wann?

No comments: